Gerüstet für den Tag Tägliche Andachten

Den Vater erkennen

„Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss [über ihn] gegeben.“ (Johannes 1,18)

"Gott" meint im Johannes Evangelium (Wenn nicht anderes aus den Kontext hervor geht) oftmals den himmlischen Vater. Woran erkennen wir das? Am Anfang des Kapitel 1 lesen wir das das Wort Gott war. Damit ist nicht gemeint das der Sohn der Vater war, sondern das der Sohn auch Gott ist. Danach lesen wir "und das Wort war bei Gott". Dieser Satz macht nur dann Sinn wenn es mehrere Personen Gottes gibt. So können wir also aus dem Kontext herauslesen um welche Person Gottes es sich handelt.

Hier geht es um den Vater, denn Jesus haben die Menschen ja tatsächlich gesehen. Zwar nicht alle Menschen, aber zumindest ziemlich viele, die vor zweitausend Jahren gelebt haben.

Wie können wir trotzdem wissen wie Gott ist? Was hat er für Eigenschaften, was ist sein Wille und sein Plan? Wir können den Vater erkennen im Sohn. Wie sagt man so schön "Wie der Vater so der Sohn". An und durch Jesus können wir erkennen und wissen wie Gott ist. Jesus hat uns den Vater offenbart.

Dieses Privileg, also Gott zu erkennen und ihn zu sehen, war dem Volk Gottes nicht unmöglich, aber schwerer und abstrakter. Die Wolken- und die Feuerseule waren ja nur Wegweiser und nicht Gott selbst.

Wir haben nun in Jesus, in diesem "der Logos" die ultimative Offenbarung des lebendigen Schöpfergottes. Wie kostbar und herrlich das Wort Gottes wohl sein mag, können wir nur erahnen.