Der Jünger ohne Namen
„Am folgenden Tag stand Johannes wiederum da und zwei seiner Jünger.“ (Johannes 1,35)
Im Vers 40 erfahren wir, dass Andreas einer der beiden Jünger war.
Der andere Jünger wird nicht erwähnt. Generell wird der Name eines speziellen Jüngers nicht erwähnt. Es ist der Jünger den Jesus lieb hatte. [Johannes 19,26] Als nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!
Welcher ist nun der mysteriöse Jünger dessen Name nicht genannt wird? Es ist der Autor selbst, der Apostel Johannes. Warum verwendet Johannes nun nicht seinen eigenen Namen? Will er Verwirrung stiften oder es spannend machen? Weder noch. Johannes will keine Ehre, keine Aufmerksamkeit, keinen Ruhm. Er stellt sich ganz demütig hinten an.
Wie oft bin ich anders. Wir oft bin ich, mir der erste und nächste? Ich, mich, meine, mir. Zu mehr bin ich so oft nicht fähig. Ich kann Gott nur um Gnade beten, und Vergebung. Und darum daß ich etwas von der Demut Johannes lerne.