Was er euch sagt, das tut
„Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!“ (Johannes 2,5)
Die letzten Worte, der letzte Wille eines Menschen nennen wir gern "Testament". Wenn sich jemand verabschiedet, klärt er oft vorher noch in welche Richtung es weiter gehen soll für die welche noch weitermachen.
Maria spricht hier ihre letzten Worte. Zumindest was in der Bibel von ihr überliefert wird. Und was ist Marias letzter wille? "Was er euch sagt, das tut!". Das ist der Wille der Mutter Jesu: das tun was er sagt. [Markus 3,35] Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und Mutter. [Jakobus 1,22] Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen.
Wie wir den Willen Jesu erkennen können ist denke ich garnicht so zentrales Thema, es ist eigentlich offensichtlich offenbar und wir haben auch hier in diesem Kanal schon viel darüber nachgedacht.
Die eigentliche Betonung liegt auf dem tun. TUT ES! Nicht nur anhören, auch tun. Täter des Wortes werden. Aber wie geht das? Naja, einfach machen oder? Aber das ist schon schwierig. Denken wir an das was Jesus sagt, in der Berg-Predigt oder den Gleichnisse. Der Missionsbefehl. Tun wir das einfach so? [Johannes 13,34] Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.
Wir können es nicht schaffen. Nicht aus uns zumindest. Wir müssen darum bitten. Aber tun wir das? Bitten wir? Wann? Wie lange bitten wir? [Lukas 18,4-5] Und er wollte lange nicht; danach aber sprach er bei sich selbst: Wenn ich auch Gott nicht fürchte und mich vor keinem Menschen scheue, so will ich dennoch, weil mir diese Witwe Mühe macht, ihr Recht schaffen, damit sie nicht unaufhörlich kommt und mich plagt.
Wir sind wie diese Witwe. Verdient haben wir es nicht, dass Gott uns gebraucht und uns die Kraft gibt seinen Willen zu tun. Aber wenn wir beständig bitten wird Gott uns gern erhören. Aber bitten wir beständig?
[Jakobus 4,2] Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet.