Glaube kommt vom Hören
„Danach zog er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und seine Brüder und seine Jünger, und sie blieben wenige Tage dort.“ (Johannes 2,12)
Seine Jünger sahen also dieses Wunder, und seine ganze Familie. Nun stellt man oft die Frage ob wunder dazu da sind das man an Gott glauben kann. Was sehen wir hier? Glaubte seine Familie an Jesus, also daran das er der verheißen Messias, oder zumindest ein Prophet ist? Glaubte die ganze Hochzeitsgesellschaft? Nein, es glaubten nur seine Jünger. Glaube ist keine reagtion auf Wunder. Das ist eine sehr beliebte Annahme welche biblisch aber nicht zu halten ist. Bei einem Zeichen wird etwas der Herrlichkeit Gottes offenbar, wie ein Vorhang der gelüftet wird. Man kann dann sehen was dahinter ist, aber es heißt noch lange nicht das man glaubt. Die Brüder Jesu, oder besser Halbbrüder, glaubten nicht an Jesus. Obwohl sie ihn seit sie leben kannten. Obwohl sie keinen Grund hatten ihm nicht zu glauben. [Johannes 7,5] Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn.
Aber dieses negativ Beispiel, also das es immer wieder Menschen gab die trotz Wunder nicht glaubten, ist nur ein Aspekt. Paulus beschreibt die Thematik, wo der Glaube her kommt wie folgt: [Römer 10,17] Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.
Wir glauben nicht weil wir ein Wunder gesehen haben, wir glauben das das Wunder passiert ist weil wir davon gehört haben. Wir glauben wegen der Verkündigung, nicht wegen des wunder.
[Johannes 2,13] Und das Passah der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Jesus war auf dem Weg nach Jerusalem weil er am Passah teilnehmen wollte. Das ist eine der vielen geschichtlichen Anker welche Johannes uns gibt, damit wir den zeitlichen und örtlichen Rahmen der Geschehnisse besser eingrenzen können. Dadurch, durch die ständigen Bezüge zu Zeit und Ort, kann man sagen das die Bibel das älteste, historisch am besten belegte Dokument der Welt ist, welches erhalten geblieben ist.