Glaube nicht aus Wundern
„Als er aber am Passahfest in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, weil sie seine Zeichen sahen, die er tat.“ (Johannes 2,23)
„Okay, Ronny, jetzt musst du aber erklären: Hier sehen wir doch, dass die Menschen wegen der Zeichen glaubten und nicht wegen Worten. Was hat das nun auf sich? Sind nicht göttliche Wunder das beste Mittel, um Menschen zu Jesus zu bringen? Und hat Jesus nicht selbst gesagt, dass wir noch größere Wunder als er tun werden? [Johannes 14,12] Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. Ist es nicht so? Was für ein schwaches Christentum, in dem nicht noch größere Werke getan werden als die, welche Jesus getan hat! Oder?"
Wer beim lesen jetzt etwas schmunzeln musste, weil offensichtlich ein Bibelvers völlig verdreht wird um die Sensationsgier von Menschen zu stillen, dem sollte bewusst sein das es eine riesige christliche Strömung gibt, die genau so argumentiert. Aber wie ist das nun? Was können wir dem erwidern? Ist es nicht manchmal so das wir uns auch Wunder wünschen, und das wir Menschen kennen die immer wieder von Gottes Handeln in Ihrem Leben berichten? Das kann doch nicht alles falsch sein oder?
Frage: warum hat Jesus nicht seinen Jüngern befohlen wunder zu tun damit alle an Ihn glauben? Antwort: lesen wir den nächsten Vers einfach mal. [Johannes 2,24-25] Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte und von niemand ein Zeugnis über irgendeinen Menschen nötig hatte; denn er erkannte von sich selbst aus, wie es innerlich mit jedem Menschen stand. Jesus vertraute sich den Menschen nicht an, die wegen seiner Wunder glaubten. Er kannte sie nämlich und er wusste das die Wunder aufhören werden. Wenn aber die Wunder die Quelle des Glaubens sind, wird dieser, wenn die Quelle versiegt auch aufhören. [Jesaja 40,8] Das Gras ist verdorrt, die Blume ist abgefallen; aber das Wort unseres Gottes bleibt in Ewigkeit!«