Gerüstet für den Tag Tägliche Andachten

Eine Quelle bis ins ewige Leben

„Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten … das bis ins ewige Leben quillt.“ (Johannes 4,13-14)

Jesus greift das Wasser aus dem Brunnen als Ausgangspunkt auf, um eine weit tiefere Wirklichkeit zu offenbaren. Das Wasser Jakobs stillt den Durst nur für eine begrenzte Zeit. Wer davon trinkt, muss immer wieder zurückkehren. Damit beschreibt der Herr Jesus eine nicht nur körperliche Tatsache, sondern macht zugleich deutlich, wie begrenzt alles Irdische ist. Nichts, was diese Welt bietet, vermag den tiefsten Durst des Menschen dauerhaft zu stillen. Dem stellt Jesus sein eigenes Geschenk gegenüber: „das Wasser, das ich ihm geben werde“. Der Schwerpunkt liegt nicht auf dem Wasser selbst, sondern auf dem Geber. Nur Christus besitzt das, was den Menschen wirklich erfüllt. Was Er schenkt, wirkt nicht nur von außen, sondern verändert den Menschen von innen. Sein Wasser wird in dem Gläubigen selbst zu einer Quelle, die unaufhörlich bis ins ewige Leben quillt. Das Leben, das Christus gibt, ist kein vergänglicher Vorrat, sondern eine bleibende Wirklichkeit, deren Ursprung in Ihm selbst liegt. Dieser Vers offenbart die völlige Genüge Christi. Wir suchen oft Erfüllung in Erfolg, Besitz, Anerkennung oder religiöser Leistung. Doch all diese Brunnen müssen immer wieder neu aufgesucht werden und lassen den Durst letztlich bestehen. Christus allein schenkt das Leben, das den Menschen mit Gott versöhnt und innerlich erfüllt.

Für uns liegt darin eine wichtige Erinnerung. Auch wir stehen in der Gefahr, unsere Freude und Kraft wieder aus den Brunnen dieser Welt schöpfen zu wollen. Doch geistliche Früchte wachsen dort, wo wir täglich aus Christus leben, seinem Wort glauben und in der Gemeinschaft mit Ihm bleiben. Die Quelle liegt nicht in unserer Kraft, sondern in seiner Unerschöpflichkeit.

Fragen dich einmal: wo suche ich Erfüllung? Glaube ich wirklich, dass Christus allein meinen tiefsten Durst stillen kann? Lebe ich täglich aus der Quelle, die Er gegeben hat, oder versuche ich mein Herz an Brunnen zu sättigen, die immer wieder leer werden?